2009-09-29

milano im zeitraffer

was schreibt man ueber eine stadt? ueber eine stadt, die irgendetwas hat?
ich kann das gefuehl nicht beschreiben, welches mich da am sonntag begleitet hat. aber es war ein sehr angenehmes. der erste eindruck machts wohl doch immer!
du faehrst die rolltreppe am piazza del duomo hinauf und nach und nach erblickst du die tausend tuerme und zinnen wohl eines der beeindruckendsten bauten der menschheit. und hinter diesen tuermen und zinnen steigt gerade die sonne auf und ein meer aus tauben scheint diesen heiligen platz zu bewachen. im hintergrund spiel ein mann auf seinem akkordeon und du schaust der stadt beim erwachen zu.
und DANN biegst du in die strasse neben dem dom ein und entdeckst den weltweit wohl schoensten und groessten und beeindruckendsten zara-store ueberhaupt. leute, das ist der wahnsinn :D eine riiiiiesige eingangshalle, in der mitte fuenf schaufensterpuppen platziert sind.
hinter ihnen oeffnet sich die erste etage und jeweils links und rechts an ihnen vorbei fuehren treppen in die naechste etage. jeweils in der mitte des hauses befinden sich wieder treppen, die in die oberste und dritte etage fuehren, innerhalb derer es noch ein plateau gibt, ebenfalls voll mit kleidung und schuhen. das ganze ist rund und aus marmor und gold. trotz uebermaessig, uebermaessig vielen sachen und menschen ist alles bis ins detail geordnet und ueberhaupt nicht zerwuehlt. und oh gott, wie wunderbar es dort nicht ist. der ganze laden bestand hinzukommend einzig aus der wohl gesamten damen und trf kollektion.
irgendwann hat es uns dann aus diesem tempel wieder auf die strasse gelockt, die unter der sonne zu schmilzen schien und deren meer aus menschen so manch herrliche streetstyles offenbarte. noch dazu standen im rahmen der fashionweek an allen wichtigen ecken liebevoll designete coke-flaschen.
milano konfrontiert dich in hohem masse mit luxus und reichtum, fashion und lifestyle. riesige stores, store an store, prunkvolle strassen und palaeste, gold und silber, ferrari und lamborgini, it-bags und individualisten und alles in mengen - unmengen eis, unmengen an geld fuer einen caffe am duomo. aber alle und alles elegant und milano traegt schwarz.
und ohne vorurteile aus reisefuehrern und warnungen von einheimischen bestaetigen zu wollen, wurden wir dennoch augenzeuge eines brieftaschendiebstahls in der ubahn, der ganz boese haette enden koennen, da die drei afrikaner im begriff waren ihr opfer aus dem zug zu ziehen.
trotz allem, milano, ti amo molto molto.
eine stadt wie rom und new york, london und so weiter, man muss zurueck um sie weiter und richtig entdecken zu koennen. niemals wuerde ein tag ausreichen hier ein portraet zu verfassen ...